Engel aus Sand
Abraham-Karawane setzt Zeichen für ein respektvolles Miteinander
„Die Abraham-Karawane: Engel der Kulturen“, Kunstaktion zur Verbindung der drei Kulturhauptstädte Europas in 2010 besuchte vom 3. bis 31. Mai in 28 Tagen 14 Orte in 7 Ländern. Die 18 Reisenden aus drei Städten in NRW – Burscheid bei Köln, Essen und Marl (Kreis Recklinghausen) – kamen aus jüdischen, muslimischen und christlichen (evangelischen und katholischen) Gemeinden.
Begonnen als Basis-Initiative bekamen sie Unterstützung durch die Landtagspräsidentin Regina van Dinther als Schirmherrin, durch die Evangelische Kirche von Westfalen, die Evangelische Kirche im Rheinland, die Evangelische Kirche in Deutschland sowie die Bistümer Essen und Münster und andere.
Die Stationen waren: Augsburg, Pecs, Tuzla, Sarajevo, Kraljevo, Skopje, Thessaloniki, Istanbul, Sofia, Belgrad, Dubica, Banja Luka, Maribor und wieder Augsburg.
Die Organisatoren, zu denen unter anderen der Marler Pfarrer Hartmut Dreier und der Essener Pfarrer Willi Overbeck gehörten, wollten eine Spur der Verständigung und ein Zeichen für respektvolles Miteinander der Religionen und Kulturen setzen.
Sie stießen auf großes Interesse in Schulen, bei Verantwortlichen in Rathäusern, Religionen und auf Straßen und Plätzen. Das Kunstobjekt „Engel der Kulturen“ weckt großes Interesse bei Jung und Alt, wenn es durch Straßen gerollt wird, oder wenn es flach liegend auf Plätzen mit Sand gefüllt und wieder hoch gehoben wird, wobei ein Engel als Sandabdruck zurück bleibt, oder wenn dieses Engel-Symbol als dauerhafte Bodenintarsie einbetoniert wird.
Kirchenrat Gerhard Duncker nahm mit seiner Frau und der Marler Pfarrerin Ursula August sowie der noch amtierenden Landtagsprsidentin NRW Regina van Dinther Mitte Mai persönlich bei Aktionen in Istanbul teil.




